Kein Nazi-Haus am Steintor-Campus!

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Schon lange hat die sogenannte „Identitäre Bewegung“ angekündigt, nun den universitären Raum zu erobern und die Studierenden auf ihre Seite zu ziehen. Was mit politischer Praxis bis jetzt kläglich gescheitert ist, soll nun mit viel Geld gerichtet werden. Deshalb haben sich die „Neuen Rechten“ als PR-Aktion gleich ein ganzes Haus in der direkten Nähe des Steintor-Campus gekauft. Auch wenn dieses Projekt wohl ähnlich dürftige Erfolge bringen dürfte, wie die vorherigen Versuche Aufmerksamkeit zu erringen, gibt es uns dennoch Anlass zu Beunruhigung und zum Widerstand.

Denn bei aller politischen Bedeutungslosigkeit sind die halleschen Identitären doch vor allem eines: Gewaltbereit – sowohl ideologisch als auch praktisch. Wenn sie von der „Festung Europa“ schwadronieren und geschlossene Grenzen, Ausweisungen, deutsche Kultur und das ganze Elend fordern, attackieren sie ohnehin schon diskriminierte Menschen. Wenn sie Studierende in der Mensa bedrohen oder sie in der Öffentlichkeit angehen, dann ist das kein Zufall, sondern Teil ihrer Praxis, die sich auch in den gewalttätigen Biografien der einzelnen Mitglieder widerspiegelt. (mehr …)

Gegen die „Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung“!

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Theoretisch sind wir als Studierende genauso Mitglieder der Universität, wie es zum Beispiel ein Professor oder eine Dekanin ist. Als solche haben wir Mitspracherecht, dürfen die Lehre mitgestalten und tragen dazu bei, dass die Universität ein Ort der freien Bildung sein kann. Praktisch allerdings legt man uns immer wieder Hürden in den Weg. Eine davon, die eher an größtmögliche Kontrolle als an Freiheit erinnert, ist die sogenannte „Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung“, die an manchen Fakultäten der Uni inzwischen zum Usus geworden ist. Mit dieser sollen die Studierenden beweisen, dass sie Prüfungen, zum Beispiel eine Klausur, wirklich nicht mitschreiben können. Auch wenn in vielen Bereichen des Lebens dafür vernünftigerweise eine normale Krankschreibung reicht, möchte man an der Universität Halle lieber mehr über die Krankheit der Studierenden erfahren: Bei der Bescheinigung muss der*die Ärzt*in Symptome angeben und dafür von der Schweigepflicht entbunden werden. Das besonders geschützte Vertrauensverhältnis zwischen Ärzt*in und Patient*in muss der Neugier der Uni weichen und da viele Praxen für diese Formular Geld sehen wollen, dürfen wir für diesen Verlust auch noch zahlen. (mehr …)

Rebellisch bleiben gegen Studiengebühren überall an deutschen Hochschulen!

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Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) hat die CampAct-Kampagne gegen Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen unterstützt und dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet im Mai knapp 37.000 Unterschriften gegen die Wiedereinführung von Studiengebühren überreicht, um ihm den Rücken für die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner FDP zu stärken.

Die Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren ist in der Vergangenheit von vielen Studierenden in harten Auseinandersetzungen erkämpft worden. Sie waren von der CDU/FDP-Landesregierung NRW unter Ministerpräsident Rüttgers und Wissenschaftsminister Pinkwart (FDP) eingeführt worden. Die damaligen Demonstrationen sowie die Besetzung von Rektoraten und Hörsälen mündeten letztendlich in den deutschlandweiten Bildungsstreiks von 2009 und 2010. Durch den über diese Protestkultur aufgebauten Druck war die Nachfolge-Landesregierung 2011 in NRW gezwungen, die Campus-Maut wieder abzuschaffen. (mehr …)

Brainstorming Treffen zum Kulturticket

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Liebe Kommiliton*innen, 

Wir vom AK Kultur hatten ja bereits angekündigt, dass bzgl. des Kulturtickets noch längst nicht aller Tage  Abend ist. Zwar scheiterte die Einführung des Tickets noch in diesem Jahr aus diversen Gründen, aber das heißt nicht, dass wir es nicht besser machen wollen und auch können. 
Um von Anfang an möglichst viele Interessierte mit ins Boot zu holen, treffen wir uns am Donnerstag, den 6. Juli um 19 Uhr zu einem ersten Brainstorming im Studierendenrat am Universitätsplatz 7.
Alle, die grundsätzliches Interesse an einem Kulturticket haben, sind herzlichst dazu eingeladen, sich an dem Abend mit ihren Ideen und Wünschen einzubringen. 
Wir vom Arbeitskreis Kultur werden uns bereits im Vorfeld ein paar Gedanken über mögliche Konzepte zum Kulturticket machen und Euch diese dann vorstellen. 
Bis zum 6. Juli, wir freuen uns schon drauf!

Hier geht’s zur fb-Veranstaltung: 

https://www.facebook.com/events/463455837342430/

(Text: Marco Pellegrino; AK Kultur)

Aufruf zur “Lernfabriken Meutern”-Demo in Leipzig

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Für den 21. Juni haben Aktivist*innen des Bündnisses “Lernfabriken Meutern Leipzig” Protest angekündigt. Sie wollen dort ihren Unmut gegenüber einem prekären, exklusiven und konkurrenzfixierten Bildungssystem zum Ausdruck bringen. Als Studierendenrat der Universität Halle können wir diese Positionen nicht nur nachvollziehen, sondern rufen auch zur Teilnahme an der dortigen Demonstration auf. Auch wir stellen fest, dass das Bildungssystem weit davon entfernt ist, ausfinanziert zu sein. Prekäre Beschäftigung von Mitarbeiter*innen, die sich von Vertrag zu Vertrag hangeln und irgendwann komplett entlassen werden, macht nicht nur ihnen das Leben schwer, sondern führt auch – wie zuletzt in der Germanistik – zu einer Bedrohung der Lehre. Darüber hinaus sehen wir beständig Kürzungen und kleinere Fächer, die um ihre Existenz kämpfen müssen. Im Moment leidet zum Beispiel die Japanologie, während Studierende in den großen Studiengängen schon seit Jahren keine Sitzplätze mehr finden. (mehr …)

4. Schnack Lounge am 20.06.2017

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Am Dienstag, den 20.06., 19 Uhr im Turm Halle findet unsere 4. Schnack Lounge statt.

Alle reden vom Fachkräftemangel. Ob Fakt oder Mythos, wir sind der Meinung: es gibt noch genügend verborgene Talente und nicht sichtbare Arbeitgeber. Beide gilt es zu entdecken!
Wir laden alle Suchenden ein, sich gegenseitig zu finden.
Unternehmer, Personaler, Studienanfänger oder Absolventen – bei der Schnack-Lounge treffen sich die Kollegen von morgen.
Kommt, entdeckt, schnackt, netzwerkt… habt Spaß bei der einzigartigen SCHNACK-LOUNGE!

Wir möchten Know-how in der Region vernetzen und die Weggeher zu Hierbleibern machen.

Die Facebookveranstaltung findet ihr hier

Das Campusfest Halle 2017 – 14. und 15. Juni

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Liebe Kommiliton*innen,

wir haben uns im vergangen Jahr ordentlich ins Zeug gelegt, um euch 

am 14. und 15. Juni das CAMPUSFEST HALLE 2017 auf dem Heide Campus-Süd präsentieren zu können.

Zahlreiche Arbeitstreffen und intensive Diskussionen waren bis hierher nötig und viel Schweiß wird es noch brauchen bis das Festivalgelände für euch öffnet. Aber wir sind sicher, dass es sich lohnt, das alles für euch auf die Beine zu stellen. Wir brauchen Kultur am Campus, Vielfalt, das Miteinander und den Austausch. Also kommt zahlreich, damit dieser Auftakt unseren Weg für die Zukunft stärkt.

Es warten auf euch zwei Festivaltage mit Bands, Podien und Workshops. Mit dabei sind unter anderem AUDIO 88 & YASSIN, MEUTE, KYTES, KIDS OF ADELAIDE und viele mehr.  Außerdem könnt ihr mit eurem Ticket an verschiedenen Workshops, wie Dancehall, Breakdance oder an den Kreativkursen vom Studentenwerk Halle teilnehmen. Informiert euch also rechtzeitig. Die Plätze für die Workshop sind begrenzt. 

Los geht es an beiden Tagen 17 Uhr und dann tanzen wir bis die Wolken wieder lila sind – genau da, wo wir sonst studieren ;D

Stöbert auf unserer Homepage durch das Programm sowie die Ticketoptionen und folgt uns auf FacebookInstagram oder Youtube.

Für eine gute Lehre! Solidarität mit den Germanist*innen!

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In vielen Bereichen der Universität Halle ist vor allem die Lehre unterfinanziert und kaum rechtmäßig durchzuführen, denn immer wieder verhindern überfüllte Seminare oder andere fehlende Ressourcen, dass die Studierenden ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Dabei gibt es allerdings auch immer wieder Fachbereiche, in denen die Probleme existenziell werden, wie zum Beispiel gegenwärtig in dem germanistischen Institut in der Philosophischen Fakultät II.

Dort laufen in verschiedenen Bereichen in nächster Zukunft die Verträge einiger sogenannter „Lehrbeauftrager“ ab, die sich bisher ohnehin nur befristet durchschlagen mussten und nun davor stehen, ihre Jobs langfristig zu verlieren. Diese Tatsache ist nicht nur unsozial – werden doch langjährige Beschäftigte prekarisiert -, sondern auch gefährlich für die Lehre, denn für diese Dozierenden gibt es in der gesamten Fakultät keinen Ersatz. Aufgrund der prekären Struktur des Jobs ist eine Neubesetzung äußerst fraglich.

Diese drohenden Entlassungen reihen sich  in eine ganze Menge vermeintlich kleinerer Kürzungsmaßnahmen ein, die unsere Lehre immer weiter verschlechtern. Ähnlich wie die Aussetzung der Japanologie erscheint auch diese Personalfrage recht unbedeutend, hat aber große Auswirkungen. Denn da es überall prekäre Jobs gibt und kein Institut in der immer wieder gekürzten Universität eine Bestandsgarantie hat, kann es jedes Fach und damit auch alle Studierenden treffen. (mehr …)

Rettet die Japanologie – jetzt erst recht!

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Zu der Senatssitzung am 03. Mai hat der Studierendenrat zum Protest gegen die Aussetzung der Immatrikulation in der Japanologie aufgerufen. Wir wehren uns gegen den geplanten Immatrikulations-Stopp der Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2017/18, denn er stellt eine akute Gefahr für den gesamten Studiengang dar. Genau wie die betroffenen Studierenden sehen wir die  Außenwirkung als sehr problematisch an. Es wird damit suggeriert, das Fach stecke in einer inhaltlichen Krise. Fördergelder werden unter Umständen zurückgezogen. Und die Studierenden, die die Uni dieses Mal nicht haben will, kommen auch nie wieder.

Auch intern sendet diese Politik das falsche Signal. Denn statt sich zur Weiterführung der Japanologie vorbehaltlos zu bekennen, wird die Chance auf Immatrikulationen von Strukturveränderungen abhängig gemacht. Letztlich soll mit der Aussetzung Druck auf die Vertreter*innen der Japanologie aufgebaut werden, ihr Fach den gekürzten Verhältnissen anzupassen. Im Umkehrschluss droht man damit, dass die Japanologie doch geschlossen wird, sofern die Strukturveränderungen nicht im Sinne der Universitätsleitung sind. Der Wille, dieses Fach auf jeden Fall zu erhalten, wie immer behauptet wird, sieht jedoch anders aus. Denn letztlich war niemand bereit eine Garantie abzugeben, die Immatrikulation zumindest im Wintersemester 2018/19 wieder aufzunehmen.

Leider wurden unsere Argumente und die der betroffenen Studierenden nicht gehört. Vielmehr wurde sowohl im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I als auch im Senat oft aneinander vorbei geredet. Trotzdem machen die vergangenen Ergebnisse auch Hoffnung, denn die überwiegenden Argumente für die Japanologie und gegen weitere Einschnitte liegen auf dem Tisch. Darüber hinaus gibt es etliche Studierende, die bereit sind, für den Erhalt der Japanologie zu kämpfen und sich für bessere Strukturen einzusetzen. Wir rufen alle Gremien und interessierten Studierenden dazu auf, die Entwicklung in der Japanologie genau zu beobachten und im nächsten Jahr dafür zu kämpfen, das Fach zu erhalten.

Verlängert! – Ausschreibung Referat für äußere Hochschul- und Bildungspolitik

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ACHTUNG – Verlängerung bis zum 24.05.2017!

Als Studierendenrat sind wir die allgemeine Vertretung der Studenten und Studentinnen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wir beschäftigen uns mit den Alltagsproblemen der Studierenden, den Bedingungen rund ums Studium und den bestehenden gesellschaftlichen Rahmen. Eine besondere Rolle besteht dabei in der Förderung studentischer Initiativen und Projekte, die das universitäre Leben ausgestalten. Um diese Aufgaben zu erfüllen, besitzt der Studierendenrat verschiedene Referate. Diese beschäftigen sich mit den einzelnen Themenfeldern.


Als Referent*in für „äußere Hochschul- und Bildungspolitik“ sorgst du für die Vernetzung mit den Studierendenvertretungen anderer Hochschulen und gesellschaftlichen Einrichtungen. Du trittst stellvertretend für uns in den politischen Diskurs über die Hochschullandschaft ein, verfasst im Rahmen dessen Stellungnahmen für den Studierendenrat und beantwortest eingehende Anfragen. Darüber hinaus bist du unser*e Expert*in, der*die die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Studierendenschaft erklären kann und dazu Positionen im Studierendenrat einbringt. In diesem Themenfeld vertrittst du den Studierendenschaft auf Veranstaltungen und Konferenzen.
Im Haus des Studierendenrates findest du dafür alle erforderlichen Dinge. Dort stehen dir unser Computerpool, Arbeitsräume und entsprechende Büromaterialen zur Verfügung.
Die Arbeit für die Studierendenschaft kann man sich als Schlüsselqualifikation anrechnen lassen. Am Ende deiner Tätigkeit bekommst du eine Referent*innentätigkeitsbescheinigung. Im Rahmen der Tätigkeit bekommst du eine entsprechende Aufwandsentschädigung.

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