Der Studierendenrat muss sich für eine Umstrukturierung des Universitätssportprogramms entsprechend dem Bedarf stark machen!

Das Universitätssportzentrum (USZ) trägt mit seinem breiten Sportkursprogramm maßgeblich zum studentischen Leben bei. Von Ballsportarten, über diverse Tanzkurse, bis hin zu Kampfsport oder Wassersport wird so ziemlich alles angeboten. Dabei kann das USZ leider nicht jedem Studenten die Möglichkeit geben, für günstiges Geld Sport zu machen. Lediglich 10.000 Kursplätze, einschließlich der Fitnessräume, stehen ca. 20.000 Studierenden gegenüber. Dies liegt nicht unbedingt an mangelnden Übungsleitern, sonder vielmehr an fehlenden Hallenkapazitäten. Zwar ist eine weitere Halle in Planung, allerdings kann man in Zeiten knapper Kassen in der nächsten Zeit nicht von Wundern ausgehen. Daher müssen mittelfristige Anpassungen an den Bedarf und die Wünsche der Studierenden innerhalb des Sportangebotes stattfinden. Um einen Überblick über die aktuelle Situation zu bekommen, habe ich daher eine Bedarfsanalyse der Sportkursanmeldung vom laufenden Semester durchgeführt. Die Daten beruhen sowohl auf den Anmeldedaten selbst als auch auf den Wartelistenplätzen. Legende zu den anhängenden Tabellen: Statistik SS13 Rot markiert: Sportkurse mit vielen Trainingseinheiten je Woche und unzureichender Auslastung bis 70 % Grün markiert: Sportkurse mit hohen Wartelistenplätzen Wenn man sich die anhängenden Tabellen der Anmeldestatistik von diesem Semester mal genauer ansieht, fällt auf, dass die meisten Sportkurse 1 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche anbieten. Einige Ausnahmen haben dagegen sehr viele Trainingseinheiten, die zudem nicht ausreichend ausgelastet sind. Ich habe die Grenze bei 70 % Auslastung gesetzt. Die betreffenden Kurse sind rot markiert. Dies betrifft z.B. einige Kurse der Sportarten Floorball, Basketball, Badminton, Fußball und Volleyball. Diese Sportarten blockieren leider durch einen großen Platzbedarf die wenigen großen Hallen, die das USZ zur Verfügung hat. Die Anmeldedaten der einzelnen Studenten können hier leider nicht gezeigt werden. Erwähnt werden muss dieses Argument trotzdem. So gibt es Studierende, die in den genannten Sportarten in bis zu 7 Kurse die Woche eingetragen sind. Dies widerspricht aber dem Leitbild des USZ, so vielen Studierenden wie möglich einen Sportkurs anzubieten. Auf die angesprochene Weise können wenige Studierende sehr oft in der Woche zum Sport gehen, während andere, die vielleicht das Ballsportangebot nicht interessiert, gar keinen Platz bekommen. Das kommt daher, da einige Sportarten völlig ausgelastet sind und die Wartelisten sehr lang sind. Diese Kurse können allerdings nicht öfter angeboten werden, da es keine Hallenkapazitäten gibt, die ja von oben genannten Kursen blockiert werden. Hier zu nennen sind z.B. Zumba, Fechten, Bogenschießen oder Konditionstraining (grün markiert). Die Wartelisten in diesen Angeboten sind zum Teil länger als die Liste der TeilnehmerInnen selbst. Wieso also nicht mehr Kurse anbieten, die ganz offensichtlich von den Studierenden gewollt sind?! Man sehe sich nur die Wartelistenplätze an. Eine Umstrukturierung des Sportangebotes aufgrund des Bedarfs ist also eine naheliegende Konsequenz. Diese könnte so aussehen, dass Sportarten, die große Hallen blockieren und minder ausgelastet sind, 1 bis 2 Trainingseinheiten in der Woche abgeben, damit gefragtere Kurse angeboten werden können. Dadurch würden 2 positive Effekte erreicht: Zum Einen würden Kurse mit mangelnder Auslastung voll besetzt sein, was einer effizienteren Nutzung des Sportangebotes und der Hallen entspräche, und zum Anderen könnten durch freiwerdende Hallenkapazitäten zusätzliche Kurse angeboten werden, um mehr Studierenden die Möglichkeit des Sports zu bieten. Besonders letztes Argument sollte die höchste Prämisse des USZ sein: So vielen Studierenden wie möglich die Gelegenheit zu geben, günstig Sport zu treiben!! Es geht also nicht darum, komplette Sportarten abzuschaffen. Es geht nur darum, dass einige Sportarten statt z.B. 7 nur noch 5 Trainingseinheiten in der Woche anbieten und somit die Hallenkapazitäten besser genutzt werden können. Eines steht jedoch außer Frage: Langfristig muss die Hallensituation verbessert werden!! Trotzdem  entspricht die aktuelle Situation weder den Bedürfnissen der Studierenden, noch ist sie zeitgemäß. Man könnte sogar so weit gehen, zu behaupten, das USZ würde bestimmte Sportarten diskriminieren, wenn es an einigen Sportarten auf Kosten anderer gefragterer Sportarten festhält, obwohl die Anmeldedaten dem entgegen sprechen. Daher fordere ich den Studierendenrat der MLU auf, sich für die Umstrukturierung des Universitätssportprogramms auszusprechen.    

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