Böses Blut. Über einen autoritären Virus, gegen den kein Zwangstest hilft

Am 03. April 2013 diskutieren wir zusammen mit Sven Warminsky, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe Sachsen-Anhalt und dem Autor und Publizisten Tjark Kunstreic, über die in Sachsen-Anhalt eingeführten Zwangstests auf Infektionskrankheiten. Zukünftig dürfen diese zum vorbeugenden Schutz von Polizeibeamten im Einsatz – per richterliche Anordnung – durchgeführt werden. Das verabschiedete Gesetz stieß deutschlandweit auf ein kritisches Echo. Los geht es 19 Uhr, Hörsaal Z im Mel.  Mit diesem Gesetz befürchten Kritiker nicht nur einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, sondern auch eine Verstärkung der Isolation von Minderheiten in Sachsen-Anhalt. Sven Warminsky wird vor diesem Hintergrund über die Auswirkungen des Gesetzes auf seine Arbeit und über die Situation von HIV-Infizierten im Osten sprechen. Über die Vorstellungen und Bedürfnisse, die solchen Gesetzesentwürfen zugrunde liegen, referiert Publizist Tjark Kunstreich. Die Veranstaltung wird von unserem Arbeitskreis Antifa organisiert. Weitere Informationen gibt es hier.

2 Kommentare

  • Helene Lacks sagt:

    Zwangstests….habt ihr überhaupt gelesen, worum es geht?

    Wenn ein Polizist im Einsatz einen Verletzten anfasst, soll er erfahren dürfen, ob er dabei mit HI-Viren in Kontakt gekommen ist. Direkt nach dem Kontakt wäre noch eine Behandlung (Post-Expositions-Prophylaxe) möglich.

    Wo schränkt es die Freiheit von Mensch A ein, wenn Mensch B wissen möchte, ob er nach dem Versuch, A zu helfen, medizinische Hilfe braucht?

  • Sebastian sagt:

    Genau solche Fragen wollen wir auf der Veranstaltung diskutieren. Es gibt viele Menschen, die sich dadurch bedroht und in eine Schublade gesteckt fühlen. Andere sind der Meinung, ein solcher Test ist notwendig. Daher veranstalten wir solche Runden, weil wir über die verschiedenen Ansichten offen sprechen wollen.

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