Bildungsstreik macht Bundespolitik auf Probleme aufmerksam

Neue Schreckensmeldungen zur Bildungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt sind diese Woche aus dem Finanzministerium bekannt geworden. Finanzminister Jens Bullerjahn möchte, einem Interview in der Volksstimme vom 10. Juni 2009 folgend, in den Jahren 2010 und 2011 ca. 52 Mio. Euro einsparen, 40% würde davon allein die Martin-Luther-Universität tragen müssen. Die Konsequenzen wären Uni-weit zu spüren. Die derzeitigen Proteste an den Hallenser Hochschulen sind daher umso wichtiger. Und sie lösen immer mehr Interesse aus. So besuchte Cornelia Pieper, Landesvorsitzende der FDP in Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundestags, die Protestierenden am 12. Juni im Bildungscamp um sich ein besseres Bild von der Lage an den Universitäten in Halle zu machen. Auch die Bundespolitik blieb von den Protesten nicht verschont. So wurde der Bundesarbeitsminister Olaf Scholz bei einer Stippvisite bei Frau Szabados Zeuge eines Flashmobs auf dem Marktplatz vor dem Ratshof. Symbolisch starben Studierende vor den Augen der Politiker, um auf die Situation im Bildungssystem aufmerksam zu machen: Lässt man die Bildung weiterhin langsam sterben, stirbt auch das Land. Doch nicht nur die Politik waren von den Toten beeindruckt. Auch unter den restlichen Passanten bewirkte die Aktion einiges Nachdenken, wurde ihnen doch deutlich vor Augen geführt wie schlecht es um die universitäre Ausbildung steht, lagen die Studierenden doch im strömenden Regen auf dem Pflaster des Markts.      

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