Offener Brief: Situation der Pharmazie-Studierenden

Sehr geehrte Frau Landesministerin Grimm-Benne,

als Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wenden wir uns an sie, um auf die schwierige Studiensituation am Institut für Pharmazie hinzuweisen. Die angehenden Pharmazeut*innen in unserer Studierendenschaft leiden insbesondere unter einer in Folge der Corona-Krise immens gestiegenen Prüfungslast. Das haben ihre Fachvertreter*innen auch gegenüber dem zuständigen Landesprüfungsamt deutlich gemacht. Der Akademische Senat der MLU hat aus der allgemeinen Corona-Notlage schon die Lehre gezogen, für alle Bachelor- und Masterstudiengänge die maximale Anzahl von Prüfungsversuchen auszusetzen. Für den Bereich Lehramt, Medizin und Zahnmedizin konnten bereits Lösungen gefunden werden, die der halleschen Senatsentscheidung weitgehend gleichkommen.

Leider gab es vom Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe noch keine positive Rückmeldung auf die Wünsche und Vorschläge der Studierenden der Pharmazie, weshalb wir uns hiermit jetzt an Sie wenden möchten. Wir glauben, dass viele Studierende dieses jetzt geforderte Pensum nicht schaffen werden und deshalb ihr Studium nicht mehr abschließen können. Eine Entlastung beim Prüfungsdruck könnte die Situation entschärfen, es muss nur politisch umgesetzt werden. Im Sinne unserer Kommiliton*innen und einer gerechten Lösung für alle appellieren wir deshalb an Sie: Entlasten Sie die Studierenden und sorgen Sie dafür, dass die maximale Anzahl von Prüfungsversuchen auch in der Pharmazie in diesem Semester aufgehoben wird. Das schadet niemandem und sorgt dafür, dass auch im Gesundheitsbereich auf die Belastungen durch die Pandemie reagiert wird.

Wir freuen uns über eine Antwort und über die Berücksichtigung unserer Argumente. Für weitere Details finden Sie noch einen Text unseres Studierendenrates im Anhang. Vielen Dank schon einmal!

Mit freundlichen Grüßen,

Robin Rolnik und Lukas Wanke