Liebe Studierende,

Machtmissbrauch kann an Hochschulen viele Formen annehmen und stellt ein ernstzunehmendes Problem dar, das das Studien- und Arbeitsklima belastet. Um diesem Thema aktiv zu begegnen, hat sich an unserer Universität die AG Machtmissbrauch gegründet. Sie setzt sich mit Strukturen, Erfahrungen und Präventionsmöglichkeiten rund um Machtmissbrauch auseinander. Neben dem Kanzler setzt sich die Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen des Personalrats, der Gleichstellungsbeauftragten, der Professor*innen, der Verwaltung und des Studierendenrates zusammen.

Um die bestehende Problemsituation besser einschätzen und gezielt handeln zu können, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Wir möchten euch ausdrücklich dazu ermutigen, erlebte oder beobachtete Fälle anonym zu schildern. Den Vertretern der Studierendenschaft helfen eure Berichte dabei, Missstände sichtbar zu machen und nachhaltige Verbesserungen anzustoßen.

Vielen Dank für eure Mithilfe und euer Vertrauen.

Wenn ihr Fälle des Machtmissbrauchs melden wollt, könnt ihr das unter diesem Link tun: https://particify.esalsa.de/p/54199482

 

Ihr seid euch unsicher, was Machtmissbrauchs eigentlich ist? Hier eine unvollständige Liste, was Machtmissbrauch z.B. sein kann:

  • Sexuelle Belästigung z.B.: ungewollte Berührungen, unangemessene Bemerkungen
  • Machtmissbrauch in der Lehre, z.B.:
    • nicht Eintragen/Weitergeben von erbrachten Leistungen
    • nicht Anerkennen von Nachteilsausgleichen
    • das Vorgeben einer Anwesenheitspflicht
    • Sprechstunden werden nicht angeboten oder finden in keiner vertrauensvollen Atmosphäre statt
  • Machtmissbrauch in Arbeitsverhältnissen z.B.:
    • Urlaubsansprüche werden nicht gewährt oder kommuniziert
    • Deadlines werden unwillkürlich verschoben
    • Überstunden werden vorausgesetzt
    • Einarbeitungen finden nicht zu Genüge statt
  • Machtmissbrauch in der Wissenschaft z.B.:
    • keine Erwähnungen von Mitarbeit in Publikationen
    • geistiges Eigentum von Mitarbeitenden wird ungefragt verwendet oder weitergegeben
  • Machtmissbrauch im Umgang z.B.:
    • Einschüchterungen
    • unangemessene Bemerkungen
    • Misgendern/das systematische Ignorieren von Pronomen