Treffen, Sitzungen und Protest

Je größer die Spannungen an unserer Uni, desto mehr Treffen und Sitzungen gibt es, an denen ich teilnehme. Zunächst folgte eine Einladung ins Rektorat für das Aktionsbündnis.

Treffen Aktionsbündnis Rektorat

Eine 2-stündige Diskussion über den Offenen Brief des Aktionsbündnises begann zunächst zögerlich denn das Rektorat wusste eigentlich nicht, worüber Sie mit uns reden wollten. Clemens trug dann zunächst unsere Forderungen vor, insbesondere unser wichtiges Ziel, dass das Rektorat sich gemeinsam mit uns für einen Politikwechsel einsetzt. Magnifizenz verneinte dies dann und gab eine kleine Unterrichtsstunde in Landespolitik. Man könne nicht mehr Geld fordern, wenn der Landeshaushalt sinken wird. Man solle froh sein, dass das Budget auf dem gleichen Niveau bleibe. Frau Foljanty-Jost (Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs) versuchte anschließend, etwas beschwichtigend, uns Mitglieder für die Profildiskussion zu gewinnen. Man wolle „ergebnisoffen“ in kleinen Unterarbeitsgruppen diskutieren. Meiner Meinung nach kann so eine Diskussion gar nicht „ergebnisoffen“ diskutiert werden denn am Ende steht doch eh der Rotstift der munter streicht. Als ich dies ansprach, lenkte sie ein und meine, dass es sicherlich schmerzhaft werden würde. Inwieweit wir bzw. ich an dieser Profildiskussion teilhaben werden, muss jeder für sich noch ausmachen. Boykottiere ich diesen Prozess oder versuche ich, so gut es geht mitzugestalten?

Senatssitzung 12.12

Zur Senatssitzung am 12.12 sollte ursprünglich ein Papier vorliegen, auf dem Schwarz auf Weiß steht, welche Professur bis 2020 „eingespart“ wird. Pustekuchen. Statt dessen ging im Vorfeld eine Email aus dem Rektorat an die Senatsmitglieder, dass eine Sondersitzung am 19.12 als Thema das „Strukturanpassungskonzept“ sowie die Besetzung der Unterarbeitsgruppen hat. Richtig brisant wurde das ganze allerdings dadurch, dass das Rektorat die Sitzung als „Nicht-Öffentlich“ plante. Nachdem ich und andere Senatsmitglieder dagegen protestiert haben, wurde die Sitzung zumindest zum Teil als öffentlich erklärt. Auch wenn das eigentliche Kernthema nicht auf der Tagesordnung stand, organisierte das Aktionsbündnis eine Demonstration. Circa 300 Studierende und Beschäftigte empfingen den Rektor mit Trillerpfeifen und Transparenten. Das Rektorat wusste über die Mobilisierung und verlegte einen Teil der Senatssitzung, „Bericht aus dem Rektorat“, in den HS XXII. Der Rektor wollte über die Probleme öffentlich berichten. Leider war sein einleitender Monolog wie immer allgemein gefasst und ohne wirkliche Aussage außer den Lektionen zu Landespolitik und ähnlichem. Erst durch kritische Nachfragen ging die Diskussion so richtig los. Ich hielt mich zunächst zurück, da ich den anwesenden Studierenden keine Fragezeit abzweigen wollte. Nachdem der Rektor aber wiederholt beschwichtigte, dass die Studierendenvertreter in die Prozesse informiert mit einbezogen werden, konnte ich nicht anders und musste auch etwas sagen. Zunächst dementierte ich die angeblich gute Informationspolitik des Rektorates. Anschließend fragte ich beispielhaft nach den Gedankengängen des Rektorates zur Soziologie und Sportwissenschaften. Bei beiden Fachrichtungen sehe es nicht sehr gut aus und man müsse abwägen.

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