Als Sprecher*innenkollegium des Studierendenrats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellen wir klar: Die Versuche der AfD, die Universität im Zusammenhang mit einer Flyeraktion nach einer Veranstaltung in der Leucorea unter Druck zu setzen, weisen wir entschieden zurück.
Nachdem Musiker*innen des Universitätsorchesters im Anschluss an einen Auftritt und im öffentlichen Raum Flyer der Initiative ReVision26 verteilt haben sollen, macht die AfD daraus einen Angriffspunkt gegen die Universität. Eine private politische Äußerung einzelner Personen wird zum Anlass genommen, die Hochschule in die Verantwortung zu ziehen und politischen Druck aufzubauen.
Die AfD versucht damit, Einfluss darauf zu nehmen, welche gesellschaftlichen Positionen Mitglieder einer Universität äußern dürfen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Wer verlangt, dass Hochschulen für politische Äußerungen einzelner Personen gerade stehen oder diese kontrollieren sollen, greift die Freiheit und Eigenständigkeit universitärer Räume an.
Universitäten sind keine unpolitischen Orte. Sie sind Orte des Austauschs, der kritischen Auseinandersetzung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Menschen, die an Hochschulen studieren, lehren, forschen oder arbeiten, sind Teil einer demokratischen Gesellschaft und dürfen sich politisch äußern und engagieren. Eine lebendige Hochschule lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und gesellschaftliche Fragen diskutiert werden können.
Gerade für Studierende sind Hochschulen wichtige Orte der politischen Bildung und demokratischen Teilhabe. Hier lernen Menschen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Diese Räume dürfen nicht durch politische Einschüchterungsversuche eingeschränkt werden.
Als SPK stellen wir uns entschieden gegen die Versuche der AfD, demokratisches Engagement zu delegitimieren und Hochschulen unter Druck zu setzen. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Mitglieder der MLU, die sich für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einsetzen.
Deshalb sagen wir: Wissenschaftsfreiheit verteidigen und demokratisches Engagement schützen!