Rektor macht sich zum Erfüllungsgehilfen der Kürzungsideologie der Landesregierung


Rektorat schließt die Medien- und Kommunikationswissenschaften

Nach einer Meldung der halleschen Medien- und Kommunikationswissenschaften hat das Rektorat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschlossen, die halleschen Medienwissenschaften abzuwickeln und die dazugehörigen Studiengänge zu schließen.

Dazu erklärt Clemens Wagner, Sprecher des Aktionsbündnisses MLU: „Wer in einer Mediengesellschaft die Medienwissenschaften schließt, schadet der Weiterentwicklung unserer Universität. Diese fahrlässigen Stümpereien des Rektorats im Umgang mit der Zukunft des hiesigen Forschungsstandortes müssen ein Ende haben. Das Rektorat hat ja nicht mal den Mut, seinen Entschluss offen zu kommunizieren und schiebt den schwarzen Peter dem Senat zu.“

Noch im letzten Jahr hatte Rektor Sträter Wissenschaftsminister Möllring vor 7000 Menschen auf dem Marktplatz gewarnt, nicht zum Ministranten der Haushaltskürzungen zu werden, und sich so an die Seite der Protestierenden gestellt. „Nun hat es der Rektor offensichtlich ziemlich eilig, sich selbst zum eifrigen Ministranten des Ministers zu machen“, so Clemens Wagner weiter.

Das Aktionsbündnis kritisiert aufs Schärfste, wie ideenlos es im Rektorat zugeht. Inhalte spielen anscheinend keine Rolle mehr. So wird für die Schließung der Medien- und Kommunikationswissenschaften auch nur ein einziger Grund genannt: Die dortigen Professuren lassen sich am schnellsten streichen.

„Dies wäre definitiv das Ende für den Medienstandort Halle, insbesondere für das Mitteldeutsche Medienzentrum. Und für Sachsen-Anhalt gehen die Medienwissenschaften unwiederbringlich verloren. Und das lässt befürchten, dass demnächst weitere willkürliche Schließungsabsichten bekannt werden. Wir fordern den Senat auf, dieses Treiben schnellstmöglich zu stoppen“, so Dr. Renate Federle, Personalratsvorsitzende der MLU abschließend.

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