Möllring spielt mit dem Feuer

Kürzungsvorgaben sind nicht umsetzbar und gefährden den Fortbestand der gesamten Universität

Das Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten unterstützt die Pläne des Rektorates, keinen Hochschulabbauplan vorzulegen: „Möllring spielt mit dem Feuer, wenn er mit dem Ende der Hochschulautonomie droht. Da sein Ministerium erwiesenermaßen hochschulpolitischen Sachverstand vermissen lässt, würde die Universität mit Kürzungsbeschlüssen konfrontiert werden, die bar jeder Vernunft wären. So weiß innerhalb der Landesregierung scheinbar niemand, was die jeweils andere Hand tut. Erst werden konkrete Institute zur Schließung vorgeschlagen, welche dann von anderen Ministerien als unbedingt erhaltenswert bezeichnet werden. Rektor Sträter hat zurecht klar gemacht, dass auf dieser Grundlage keine Entscheidungen getroffen werden können“ so Clemens Wagner, Vorsitzender Sprecher des Studierendenrates und Sprecher des Bündnis.

„Das Land verlangt von der Uni Halle die Quadratur des Kreises: Die Einsparungen würden einem Umfang von etwa zwei Fakultäten entsprechen. Eine Universität ohne Sozial- oder Naturwissenschaften kann doch niemand ersthaft wollen. Die Universität würde bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt“, so Anne Geschonneck, Sprecherin des Bündnisses.

Für das Aktionsbündnis ist deshalb klar: Weitere Kürzungen sind nicht möglich. Jede weitere Sparmaßnahme gefährdet den Fortbestand der gesamten Universität. „Da das Land die zahlreichen Aufgaben der hallischen Universität für bedeutsam für die Landesentwicklung hält, muss es auch anerkennen, dass es diese Aufgaben endlich finanzieren muss. Von der Landesrektorenkonferenz wünschen wir uns weit mehr Solidarität. Die Hochschulen des Landes sollten gemeinsam klar machen, dass ein weiterer Bildungsabbau inakzeptabel ist“, so Clemens Wagner abschließend.

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