Erstes Etappenziel erreicht: Streichkonzert des Rektorats findet keine Mehrheit im Senat

Das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten!“ hat in der Senatssitzung am Mittwoch einen ersten Erfolg erzielt. „Wir haben unser erstes Etappenziel erreicht: Das Streichkonzert des Rektorats hat keine Mehrheit gefunden“ so Clemens Wagner, Sprecher des Aktionsbündnisses. Das Rektorat musste auf der Senatssitzung einräumen, dass sich 6 Mio. Euro nicht einsparen lassen, ohne die Profildiskussion ad absurdum zu führen.

Die Schwächen des vom Rektorat vorgestellten Papiers wurden auf der Sitzung offensichtlich. „Es ist dasselbe Vorgehen, wie in den letzten Kürzungsdebatten auch: Eine planlose Anpassung der Strukturen an die Finanzen. Es sollen einfach frei werdende Stellen nicht wieder besetzt werden. Dies führt garantiert nicht zu dem Ziel, die hohe Qualität der Universität in Forschung und Lehre zu stärken und mit einem klaren Profil zukunftsfähig auszurichten “ so Clemens Wagner weiter.

„Die Denkblockade, dass es nicht mehr Geld geben kann, muss aufgebrochen werden, denn die Steuereinnahmen des Landes steigen. Gute Bildung und gute Arbeit haben ihren Preis, den sie uns Wert sein sollten. Das muss allen politisch Verantwortlichen bewusst sein“, so Dr. Renate Federle, Sprecherin des Aktionsbündnisses und Personalratsvorsitzende. „Die strukturelle Selbstbeschneidung, die das Rektorat weiterhin plant, ist unverantwortlich und nur kurzfristig gedacht. Letztlich bedeutet eine Schwächung der Uni eine Schwächung der Region und des Landes Sachsen-Anhalt“ so Dr. Renate Federle weiter.

 

Das Bündnis hatte es geschafft viele Studierende sowie Mitarbeiter_innen zur Senatssitzung zu mobilisieren. Wie bereits im Vorfeld von Seiten des Bündnisses angekündigt, wurde der Saal gefüllt und die Äußerungen des Rektors und der Senator_innen kritisch geprüft. Die Studierenden und Mitarbeiter_innen der Universität haben damit ihre Forderung nach mehr Partizipation deutlich gemacht. Das Aushandeln von Strukturstreichungen im „Hinterzimmer“ muss ein Ende haben!

„Wir fordern den Rektor auf, zukünftig nicht mehr allein mit den Dekanen Konzepte für die Beseitigung des Defizits auszuarbeiten und die Diskussion nunmehr offen und transparent zu führen. Die Profildiskussion muss unter Einbeziehung aller Statusgruppen der Universität geführt werden. So verstehen wir unseren Aufruf ‚Perspektiven gestalten‘. Die Diskussion muss in den dafür vorgesehenen demokratisch gewählten Gremien stattfinden. Und eines bleibt für uns als Aktionsbündnis prioritär: weiteren Stellenabbau darf es an der MLU nicht geben!“ so Daniel Möbus Vorsitzender Sprecher des Studierendenrates abschließend.

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