Rettet die Japanologie – jetzt erst recht!

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Zu der Senatssitzung am 03. Mai hat der Studierendenrat zum Protest gegen die Aussetzung der Immatrikulation in der Japanologie aufgerufen. Wir wehren uns gegen den geplanten Immatrikulations-Stopp der Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2017/18, denn er stellt eine akute Gefahr für den gesamten Studiengang dar. Genau wie die betroffenen Studierenden sehen wir die  Außenwirkung als sehr problematisch an. Es wird damit suggeriert, das Fach stecke in einer inhaltlichen Krise. Fördergelder werden unter Umständen zurückgezogen. Und die Studierenden, die die Uni dieses Mal nicht haben will, kommen auch nie wieder.

Auch intern sendet diese Politik das falsche Signal. Denn statt sich zur Weiterführung der Japanologie vorbehaltlos zu bekennen, wird die Chance auf Immatrikulationen von Strukturveränderungen abhängig gemacht. Letztlich soll mit der Aussetzung Druck auf die Vertreter*innen der Japanologie aufgebaut werden, ihr Fach den gekürzten Verhältnissen anzupassen. Im Umkehrschluss droht man damit, dass die Japanologie doch geschlossen wird, sofern die Strukturveränderungen nicht im Sinne der Universitätsleitung sind. Der Wille, dieses Fach auf jeden Fall zu erhalten, wie immer behauptet wird, sieht jedoch anders aus. Denn letztlich war niemand bereit eine Garantie abzugeben, die Immatrikulation zumindest im Wintersemester 2018/19 wieder aufzunehmen.

Leider wurden unsere Argumente und die der betroffenen Studierenden nicht gehört. Vielmehr wurde sowohl im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I als auch im Senat oft aneinander vorbei geredet. Trotzdem machen die vergangenen Ergebnisse auch Hoffnung, denn die überwiegenden Argumente für die Japanologie und gegen weitere Einschnitte liegen auf dem Tisch. Darüber hinaus gibt es etliche Studierende, die bereit sind, für den Erhalt der Japanologie zu kämpfen und sich für bessere Strukturen einzusetzen. Wir rufen alle Gremien und interessierten Studierenden dazu auf, die Entwicklung in der Japanologie genau zu beobachten und im nächsten Jahr dafür zu kämpfen, das Fach zu erhalten.

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