Solidarität mit der Hasi!

Als Studierendenrat setzen wir uns für die soziale und kulturelle Vielfalt Halles ein und fühlen uns alternativen Orten und Projekten nah. Deshalb haben wir zum Beispiel die Petition gegen die Schließung des LaBims mitunterzeichnet. Diese und ähnliche Einrichtungen werden sehr stark von Studierenden besucht und bereichern ihr Leben, aber auch das vieler anderer Menschen, indem sie einen Freiraum zur persönlichen Entfaltung bieten.  Ähnliches gilt auch für die Hasi, dem Projekt in der Hafenstraße 7, welches scheinbar vor dem Aus steht, da der Nutzungsvertrag, den die HWG mit den Nutzer*innen unterzeichnet hat, möglicherweise nicht verlängert wird.

 

Wir können die Verantwortlichen nur dazu aufrufen, der Hasi und den dort wirkenden Menschen noch mehr Zeit zu geben, ihre gute und wichtige Arbeit zu machen. Innerhalb von einem Jahr hat sich das Haus in der Hafenstraße von einer Ruine zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt, an dem ein riesiges Bildungs-, Sport-, Kultur- und Freizeitangebot mit einem demokratischen und offenen Grundkonsens verbunden wird. Es ist sowohl für die Stadt, die von dem breiten Möglichkeiten profitiert, als auch für die einzelnen Menschen von großem Wert, dass man in der Hasi die Chance hat, sich ohne große Hürden einzubringen, sich auszuprobieren und das Gelernte weiterzutragen. Darüber hinaus ist es gerade in einer Zeit, in der viele von Demokratie eher weniger wissen wollen, sehr wichtig Orte zu haben, an denen demokratische Grundregeln gelernt und weiterentwickelt werden können, weil in der Hasi nicht nur gegen jede Diskriminierung gekämpft werden soll, sondern auch möglichst hierarchiefrei kommuniziert und gehandelt wird.

 

Der Studierendenrat bedauert, dass es erst zivilen Ungehorsam braucht, um die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern, den Bürger*innen Freiräume zur Entfaltung und Mitgestaltung der Entwicklung ihrer Stadt bereitzustellen. Schade ist es weiter, dass soziokulturelle Zentren, wie die Hasi, mehr und mehr aus dem Stadtbild verschwinden. Aus diesen Gründen solidarisieren wir uns eindeutig mit der Hasi und bitten die Leitung der HWG, den Aufsichtsrat und den halleschen Stadtrat darum, jede Möglichkeit zu ergreifen, damit die Hasi bleiben kann!