Hochschulpolitischer Newsletter – Vollversammlung, ein „Grundkurs Hochschulpolitik“ und Mitglieder für Senatskommission gesucht!

im Juli haben wir euch zum ersten Mal mit einem hochschulpolitischen Newsletter über die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen in der Hochschulpolitik informiert: Seit Monaten kündigt die Landesregierung Kürzungen im Hochschulbereich an, die zur Schließung von Studiengängen, Instituten oder gar Fakultäten führen können – 26,5 Mio. € im kommenden Jahr, bis 2025 jedes Jahr weitere 5 Mio. € bei einem Wissenschaftshaushalt von ca. 600 Mio. € . Gleichzeitig hatte eine Begutachtung des Hochschulsystems durch ein Expertengremium, dem Wissenschaftsrat, stattgefunden. Der Zwang und Wille zu Kürzungen und die Empfehlungen des Wissenschaftsrates werden in einen Hochschulstrukturplan münden, den das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Ende des Jahres vorlegen soll und der die zukünftige Struktur der Hochschulen in Sachsen-Anhalt festlegt. In diesem Newsletter erfahrt ihr, …

·         … was ist im Laufe des Sommers in der Hochschulpolitik passiert ist.

·         … dass ihr auf der Vollversammlung aller Studierenden am 16.10. um 20 Uhr im Audimax alles über die aktuelle hochschulpolitische Lage erfahren könnt.

·         … wo ihr euch mal  ganz grundlegend über Hochschulpolitik informieren könnt und alles über Hochschulpakt, Gremien oder Finanzierung der Hochschulen erfahrt.

·         … wie ihr euch in einer Kommission des Senates hochschulpolitisch engagieren könnt.

 Was ist im Laufe des Sommers passiert?

Anfang September gelangte ein Sparszenario an die Öffentlichkeit, was extreme Einschnitte vorsah, um die angestrebte Einsparsumme zu erreichen. Die Universität Halle wäre demnach von Kürzungen in Höhe von 10 Mio. € betroffen, was durch die Schließung der Fächer Medienwissenschaften, Informatik, Psychologie, Sportwissenschaften und Geowissenschaften erreicht würde – als Folge droht die Entlassung von 250 Mitarbeitern und die Gefährdung von 1 600 Studienplätzen. Wissenschaftsminister Möllring erklärte jedoch, dass ihm das Papier nicht mal bekannt sei und wies die Vorschläge zurück. Dennoch lösten die Pläne große Entrüstung aus.

Wenige Tage später wurde ein erster Haushaltsentwurf im Landtag behandelt. In diesem sind tatsächlich jene Kürzungen in Höhe von 26,5 Mio. € vorgeschlagen. Gekürzt werden soll bei der Spitzenforschung (Exzellenzoffensive), der Nachwuchsförderung, den Investitionen der Universitätskliniken und den Studentenwerken. Das Aktionsbündnis, was sich zum Widerstand gegen die Kürzungen gebildet hat, kritisierte in seiner Stellungnahme  den Entwurf scharf.

Doch es scheint sich etwas zu bewegen, nicht zuletzt dank der Proteste und Demonstrationen in den letzten Monaten: Sowohl der Ministerpräsident als auch der Finanzminister bewegen sich weg von den starren Sparvorgaben und zeigen sich kompromissbereit. Und schließlich hat der Wissenschaftsausschuss im Landtag den Haushaltsentwurf der Landesregierung mit den drastischen Kürzungsvorschlägen abgelehnt.

Somit warten weiterhin alle auf das Hochschulstrukturkonzept des Wissenschaftsministers Möllring, bei dessen Erstellung auch Studierende und Mitarbeiter beteiligt werden sollen. Es deutet sich an, dass erst nach Erarbeitung dieses Konzeptes über Kürzungen gesprochen wird.

Dieses Umdenken begrüßt auch das Rektorat. Über den Sommer gab es innerhalb der Universität und der Gremien keine Entscheidungen über die Zukunft der Universität. Die Universitätsleitung beabsichtigt, die Struktur- und Profildiskussion weiter zu führen und möchte an die Empfehlungen des Wissenschaftsrates anknüpfen. Schwerpunkte für die universitätsinterne Diskussion sollen sein: zukünftige Universitätsleitung, Studienstruktur, Forschungsschwerpunkte, Fakultätsstruktur, inner- und außeruniversitäre Kooperationen, spezielle Fachbereiche („kleinen Fächer“, Lehramtsstudium, Wirtschaftswissenschaften).

 Mehr Infos? Vollversammlung und ein „Grundkurs Hochschulpolitik“  

Wir möchten euch und vor allem euch Erstsemestler genauer über die hochschulpolitischen Entwicklungen informieren und eure Fragen beantworten. Deshalb laden wir euch zu einer Vollversammlung aller Studierenden am kommenden Mittwoch, dem 16.10., um 20 Uhr in das Audimax ein. Habt ihr schon vorher Fragen, auf die ihr eine Antwort bekommen wollt? Schickt sie uns an inneres@stura.uni-halle.de und wir beantworten diese am Mittwoch.

Falls ihr in den ganzen Diskussionen nur Bahnhof versteht, dann könnt ihr euch im neuen „Grundkurs Hochschulpolitik“ über ganz grundlegende Dinge der Hochschulpolitik  informieren. Schaut ihn euch hier an und erfahrt, wer in dem Gemenge von Land, Universität und Gremien was entscheiden darf oder was es mit Senat, Studierenrat, Fachschaftsräten und Fakultätsräten auf sich hat.

Hochschulpolitisch engagieren? Auf in die Senatskommissionen!

Willst du mit Studierenden, ProfessorInnen, DozentInnen und anderen MitarbeiterInnen der Uni zusammenarbeiten und über Studium, Forschung oder Haushalt der Universität diskutieren?  Dann haben wir etwas für dich:

Der Senat ist das wichtigste Gremium der Universität und hat zur Beratung und Vorbereitung von Entscheidungen vier Kommissionen gegründet. Diese erarbeiten für den Senat im Vorfeld Beschlussvorlagen und sind somit maßgeblich an der Gestaltung der Hochschulpolitik der MLU beteiligt. Ihr sitzt in den drei Kommissionen jeweils mit neun ProfessorInnen, drei wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und zwei „sonstigen“ MitarbeiterInnen zusammen. Für die folgenden Kommissionen suchen wir Studierende, die Lust haben sich zu engagieren:

·         Kommission für Struktur und Haushalt: Hier könnt ihr die Zielvereinbarungen mit dem Land, die Mittelvergabe und den Haushalt der Universität besprechen und dem Senat Vorschläge unterbreiten.

·         Forschungskommission: Sie befasst sich mit der Bildung von Forschungsschwerpunkten, Sonderforschungsbereichen und Forschungskooperationen mit anderen Unis und Forschungseinrichtungen.

·         Kommission für Studium und Lehre: Diese Kommission betrifft uns Studierende besonders: Hier geht es um Initiativen zur Studienreform, Änderungen von Prüfungsordnungen und Studienordnungen und die Akkreditierung von Studiengängen.

Die Kommissionen tagen meist einmal im Monat. Wenn ihr interessiert und ein wenig über Hochschulpolitik informiert seid, dann schickt bitte ein paar kurze Zeilen zu eurer Person und einer Begründung, warum ihr in welcher Kommission mitarbeiten wollt, bis zum 30.10.2013 an inneres@stura.uni-halle.de. Wir werden euch dann zu einem kurzen Gespräch am 06.11.2013 mit den SprecherInnen des StuRas und den studentischen SenatorInnen einladen. Auf der nächsten Senatssitzung schlagen wir dann die ausgewählten Personen vor, bevor diese dann offiziell vom Senat bestätigt werden.

Noch Fragen oder Anmerkungen? Schaut euch auf den Seiten des Studierendenrates um oder schreibt uns eine Mail.

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