Bericht Internationale Studierende

Von Ana Real

Halle, den 27.11.2012

Dieses Referat sollte sich um die Belange der internationalen Studierenden kümmern, sowie Kontakt zu Initiativen und den universitären Einrichtungen halten.

In der Vergangenheit gab es einen Arbeitskreis für diesen Bereich, dieser war aber leider in den letzten zwei Jahren inaktiv und wurde auch deswegen aufgelöst. Daher gibt es auch keinen exakte Vorgabe für meine Arbeit als Referentin, was mich am Anfang irritierte.

Deswegen habe ich zunächst um Kontaktaufnahme mit den unterschiedlichen Einrichtungen bemüht, universitäre Einrichtungen als auch universitätsunabhängige. Sobald ich mich mit relativ vielen Gremien getroffen habe, werde ich genauere Vorstellungen für meine zukünftige Arbeit als Referentin haben.

Bis jetzt bin ich in direktem Kontakt mit Frau Bebert, Sozialberaterin des Studentenwerks, und mit Frau Hussner, Leiterin des International Office. In der nächsten Woche werde ich mich mit Frau Roth von der Freiwilliger Agentur, sowie in den kommenden Wochen mit der Leiterin des Studienkollegs und mit dem Ausländerbeauftragten der Uni treffen. Wie ich schon erwähnt habe, trete ich erstmal im Kontakt mit den Einrichtungen, mit dem Ziel  Zusammenarbeit aufzubauen, aber auch mich selbst fortzubilden, was bereits für die Internationalen Studierenden geleistet wird, um so die Lücke zu erkennen, in der der StuRa bereitstehen kann zu helfen.

Hier lasse ich euch den zusammenfassenden Output von meinen letzten zwei wichtigen Treffen:

„Forum für internationale Studierende“ in der Mensa Harz am 05.11.2012

In diesem Treffen waren unterschiedlichen Einrichtungen vertreteten, wie die Ausländerbehörde, das Bafög-Amt, die Stadt Halle, das International Office, das Studentenwerk, das Diakoniewerk, u.a.. Diese treffen sollen alle  2-3 Monate statt finden, sie haben zum Ziel, die Projekte, sowie wichtige Informationen, die die Internationalen Studierenden betreffen, auszutauschen und vorzustellen. Über aktuelle Problematiken, wie zum Beispiel die Lage der syrischen Studenten wurde auch gesprochen.

Wichtige Punkte der Diskussion:

  • Die syrischen Studenten, die über eine Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Aufenthaltsgesetz zum Zwecke des Studiums verfügen,  haben derzeit einen befristeten Abschiebeschutz.
  • Syrische Studierende sind nach dieser Festlegung BAföG-Berechtigte nach § 8 Abs. 2a BAföG, wenn sie 4 Jahre rechtmäßig in der BRD gelebt haben.
  • Die syrischen Studenten erhalten von der Ausländerbehörde in Halle bei fehlendem  Finanzierungsnachweis eine Fiktionsbescheinigung für drei Monate, die auch verlängert werden kann.
  • Mit dem Aufenthaltsrecht kann ein Antrag auf Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels bewirkt werden, so dass das eigentlich wegen Fristablaufs nicht mehr bestehende Aufenthaltsrecht bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde als fortbestehend gilt (§ 81 Abs. 3 und 4 AufenthG). Die Unterstellung des Fortbestehens des abgelaufenen Aufenthaltstitels bewirkt, dass der Aufenthalt weiterhin als rechtmäßig anzusehen ist und der Ausländer nicht ausreisepflichtig ist. Die Wirkungen der Antragstellung sind zu bescheinigen (§ 81 Abs. 5 AufenthG).
  • Die International Office hat 15400 Euro vom Auswärtigen Amt als Sondermittel bekommen, die über die Hochschulen für bedürftige syrische Studenten auf Antrag vergeben werden. Die Vergabe ist weitgehend abgeschlossen. 28 syrische Personen werden die Mittel bekommen, die pro Kopf und in 3 Monaten Raten geteilt werden. (15 Studenten, 11 Doktoranden und 2 Studienkollegiaten)
  • Mit der Hilfe und der ganzen Maßnahmen gibt es für die syrische Studenten erstmal eine kurzfristige finanzielle Lösung, im Januar bzw. Februar muss man gucken, wie es weiter geht.

Andere Punkte (außer der syrischen Situation) :

  • Die Veranstaltungen im Rahmen der Zentralen Orientierungswoche für die Erstsemester wurden von den internationalen Studierenden gut angenommen.
  • Das Institut für deutsche Sprache und Kultur in Wittenberg, An-Institut der MLU, bietet erstmals zum WS 2012/13 studienbegleitende Kurse in Halle an. Auch 3-wöchige Vorbereitungskurse sollen künftig durchgeführt werden. Weitere Infos unter: http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=25820&elem=2600823).
  • Derzeit gibt es in Halle 32 Migrantenorganisationen.  Davon sind 25 in dem 2006 gegründeten Bündnis „Migrantenorganisationen“ beteiligt. Das Bündnis möchte als Interessenvertretung zur nachhaltigen Integration von MigrantInnen beitragen und die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am sozialen, kulturellen und beruflichen Leben der Stadt Halle fördern.
  • Frau Bebert war begeistert, dass ein Vertreter des StuRa dabei war. Ich werde aktiv und regulär an dem Forum teilnehmen. Das nächste Treffen ist für Januar 2013 geplant.
Treffen mit dem International Office am 20.11.2012

Am letzten Dienstag habe ich mich mit Frau Hussner, Leiterin des internationalen Office, und mit Frau Eisenkopf, Referentin für das Internationale Servicebüro, getroffen. Für die Kontaktaufnahme und das Angebot für die Zusammenarbeit mit der StuRa haben sie sich sehr gefreut. Frau Hussner hat erwähnt, sie hatte schon den Kontakt gesucht, aber gab es keinen direkten Ansprechpartner.

Ich habe auf die  mangelnde Betreuung des Studienkollegs, sowie auf die mangelnde Betreuung von den ausländischen Vollzeitstudierenden gewiesen. Zu dem ersten Punkt haben sie mich informiert, dass sie sich bereits mit der Leiterin des Studienkollegs am Anfangs des Jahres getroffen hatten, es aber nicht zu einer Zusammenarbeit kam. Deswegen werde ich jetzt versuchen Kontakt zu ihr aufzubauen. Ich werde nach Neustadt (Standort des Studienkollegs) fahren, und mich zusammen mit einer der Kulturtutoren  der Studienkollegiaten vorstellen. So wollen wir einen direkten Kontakt mit den Studenten aufbauen, versucht wird mit den Klassensprechern in Kontakt zu bleiben und somit die unterschiedlichen Angebotsprogramme regulär weiterleiten zu können. Darüber hinaus sollten wir als direkten Ansprechpartner für die Studienkollegiaten für unterschiedliche Probleme zur Verfügung stehen.  Zu dem zweiten Punkt meinten die beide Angestellten, es sei für sie ist klar, dass die Erasmus- oder Austausch-Studenten persönlich betreut werden, aber die vollzeit Studenten nicht. Dafür gibt es leider die Kapazität nicht, und es kann auch nicht die gleiche Methode wie bei den Erasmus- Studenten angewendet werden. Als Lösung sollten wir uns überlegen, wie die Einführungswoche für Internationale Studierende besser gestalten.

Die Planung für die internationale Woche von dem nächsten Jahr fängt in den nächsten Tag an, Frau Hussner hat mein Angebot für Unterstützung in der Planung oder neue Ideen dafür sehr gut angenommen. Ich halte das erste Treffen als eine gute Grundlage für eine zukünftige und langfristige Zusammenarbeit.

Da das International Office nicht nur für die Internationale Studieren sorgt, sondern auch für die deutsche Studierende, die im Ausland studieren wollen, wird sich Frau Hussner sich auf der nächsten Stura-Sitzung vorstellen wollen.

Zum Schluss wollte ich noch sagen, dass die Struktur und wie der StuRa funktioniert, für mich total neu waren, und deswegen ist mir am Anfang schwer gefallen, aktiv mit zu arbeiten, weil ich mich erstmal intern einarbeite musste. Nach fast 2 Monate fühle ich mich jetzt mehr im Gremium integriert, und verstehe langsam wie alles läuft, was meine Arbeit auch erleichtern sollte.

Am Anfang war es angedacht, eine Sprechstunde anzubieten, die ist noch nicht zustande gekommen, sollte aber im nächsten Jahr klappen. Bis jetzt hatte ich diese noch nicht angeboten, weil ich erstmal meinen Arbeitsbereich aufbauen musste.

Trotzdem könnt ihr gern an internationales@stura.uni-halle.de schreiben, falls es notwendig ist, oder ihr denkt, ich kann euch weiter helfen, können wir auch einen Termin vereinbaren. Anmerkungen und Fragen könnt ihr mir auch gern zuschicken.  :)

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