Demo: Ausgekürzt! Her mit der Kohle für Bildung und Kultur.

Facebook_Eventcover FINALDie drohenden Kürzungen sind auch im Winter 2014 nicht abgewendet. Ministerpräsident Reiner Haseloff und sein Finanzminister Jens Bullerjahn beharren mit Unterstützung der CDU- und SPD-Landtagsfraktionen weiter auf ihren einschneidenden Kürzungsvorgaben. Doch das Rektorat und der Senat der Uni Halle machen dieses Spiel nicht mehr mit und haben gegenüber der Landesregierung dargestellt, warum die Kürzungsforderungen unmöglich einzuhalten sind. Doch bei der Landesregierung stoßen wir mit Fakten und Argumenten weiterhin auf taube Ohren: unverzichtbare Studiengänge und zahlreiche Studienplätze, die Qualität der Lehre und Forschung sind weiterhin massiv bedroht. Doch nicht nur die Zukunft der Hochschulen sieht düster aus: Der Abbau der Kulturlandschaft schreitet voran. Weil es in Sachsen-Anhalts Städten angeblich „zu viel Kultur“ gibt, werden Theater und Orchester geschlossen oder verkleinert. In den Schulen fehlen Lehrkräfte, Technik, Unterrichtsmaterialien und Mittel für die Sanierung maroder Gebäude. Und das, obwohl die Landesregierung längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, diese wichtigen Aufgaben zu finanzieren. Und vom Bund in Aussicht gestellte zusätzliche Mittel versickern in den Untiefen des Haushaltes. Das Geld ist da. Warum dann noch kürzen? Für die „Schwarze Null“ im Haushalt. Basierend auf der zwanghaften Vorstellung, keine neuen Schulden aufzunehmen und vorhandene möglichst schnell zu tilgen, ist die Kürzung längst zum Selbstzweck geworden. So werden dringend nötige Ausgaben verschleppt, die Infrastruktur gefährdet, die Kosten der Kürzungspolitik in die Zukunft verlegt und letztlich sogar die Demokratie ausgehöhlt. Welche Wahl haben wir eigentlich noch, wenn wir von „Schwarzen Nullen“ regiert werden? Wir haben die Wahl, dagegen zu demonstrieren. Wir werden diese Entwicklung weiterhin nicht unwidersprochen hinnehmen! Demonstriert mit uns für Bildung und Kultur! Kämpft für unsere Zukunft! Am 2. Dezember gehen wir auf die Straßen, um der Landesregierung klar zu machen: Sie hat ausgekürzt! Hier geht's zum Flyer: MLU_Demo_Flyer

Möllring spielt mit dem Feuer

Kürzungsvorgaben sind nicht umsetzbar und gefährden den Fortbestand der gesamten Universität

Das Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten unterstützt die Pläne des Rektorates, keinen Hochschulabbauplan vorzulegen: „Möllring spielt mit dem Feuer, wenn er mit dem Ende der Hochschulautonomie droht. Da sein Ministerium erwiesenermaßen hochschulpolitischen Sachverstand vermissen lässt, würde die Universität mit Kürzungsbeschlüssen konfrontiert werden, die bar jeder Vernunft wären. So weiß innerhalb der Landesregierung scheinbar niemand, was die jeweils andere Hand tut. Erst werden konkrete Institute zur Schließung vorgeschlagen, welche dann von anderen Ministerien als unbedingt erhaltenswert bezeichnet werden. Rektor Sträter hat zurecht klar gemacht, dass auf dieser Grundlage keine Entscheidungen getroffen werden können“ so Clemens Wagner, Vorsitzender Sprecher des Studierendenrates und Sprecher des Bündnis.

„Das Land verlangt von der Uni Halle die Quadratur des Kreises: Die Einsparungen würden einem Umfang von etwa zwei Fakultäten entsprechen. Eine Universität ohne Sozial- oder Naturwissenschaften kann doch niemand ersthaft wollen. Die Universität würde bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt“, so Anne Geschonneck, Sprecherin des Bündnisses.

Für das Aktionsbündnis ist deshalb klar: Weitere Kürzungen sind nicht möglich. Jede weitere Sparmaßnahme gefährdet den Fortbestand der gesamten Universität. „Da das Land die zahlreichen Aufgaben der hallischen Universität für bedeutsam für die Landesentwicklung hält, muss es auch anerkennen, dass es diese Aufgaben endlich finanzieren muss. Von der Landesrektorenkonferenz wünschen wir uns weit mehr Solidarität. Die Hochschulen des Landes sollten gemeinsam klar machen, dass ein weiterer Bildungsabbau inakzeptabel ist“, so Clemens Wagner abschließend.

Rektor macht sich zum Erfüllungsgehilfen der Kürzungsideologie der Landesregierung

Rektorat schließt die Medien- und Kommunikationswissenschaften

Nach einer Meldung der halleschen Medien- und Kommunikationswissenschaften hat das Rektorat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beschlossen, die halleschen Medienwissenschaften abzuwickeln und die dazugehörigen Studiengänge zu schließen.

Dazu erklärt Clemens Wagner, Sprecher des Aktionsbündnisses MLU: „Wer in einer Mediengesellschaft die Medienwissenschaften schließt, schadet der Weiterentwicklung unserer Universität. Diese fahrlässigen Stümpereien des Rektorats im Umgang mit der Zukunft des hiesigen Forschungsstandortes müssen ein Ende haben. Das Rektorat hat ja nicht mal den Mut, seinen Entschluss offen zu kommunizieren und schiebt den schwarzen Peter dem Senat zu.“ Rektor macht sich zum Erfüllungsgehilfen der Kürzungsideologie der Landesregierung weiterlesen

Kein Einlenken, kein Konzept

Das Wissenschaftsministerium hat die Bevölkerung bewusst getäuscht.

Flyer Schluss Licht Landesregierung Demo 11-11-2013
Flyer Schluss Licht Landesregierung Demo 11-11-2013

Das hallesche Aktionsbündnis gegen die Kürzungspolitik sieht sich durch die heutige Pressemeldung in seiner Annahme bestätigt, dass die Landesregierung nicht daran denkt, von den Kürzungsvorgaben im Hochschulbereich in Höhe von 50 Mio. Euro ab 2015 abzurücken.

„Wissenschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) hat die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt bewusst getäuscht. Dafür sollte er exmatrikuliert werden“, meint Clemens Wagner, Sprecher vom „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten“. „Wir haben das kommen sehen. Wir haben da schließlich unsere Erfahrungen mit der Regierung gemacht. Deshalb werden wir am 11.11. wieder mit einer landesweiten Aktion gegen die konzept- und strukturlose Kürzungspolitik der Landesregierung protestieren“, so Wagner weiter. Kein Einlenken, kein Konzept weiterlesen

Protestbündnis gegen die Kürzungen wächst: Landesweiter Aktionstag am 11. November

Flyer Schluss Licht Landesregierung Demo 11-11-2013
Flyer Schluss Licht Landesregierung Demo 11-11-2013

Das hallesche Aktionsbündnis gegen die Kürzungspolitik der Landesregierung rüstet sich für neue Proteste: Für den 11. November plant das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten” zusammen mit den Kulturschaffenden der Initiative „5 vor 12“ sowie dem Stadtelternrat einen Laternenumzug unter dem Motto „Ohne uns gehen die Lichter aus!“. Auch in anderen Teilen des Landes sind Proteste geplant. So findet in Magdeburg gleichzeitig ebenfalls ein Laternenumzug statt.

Dazu erklärt Bündnissprecher Clemens Wagner: „Die Haushaltsberatungen beweisen, dass die Landesregierung an ihren rücksichtslosen Kürzungsabsichten festhält. Die Umsetzung wird massive, negative Auswirkungen auf alle Menschen in unserem Land haben: Sei es, dass Spitzenforschung nicht mehr möglich ist und die Hochschullehre sich verschlechtert, sei es eine zunehmende Gefährdung der Unterrichtsversorgung in den Schulen, oder dass Eltern immer tiefer in die Tasche greifen müssen um die KiTa-Gebühren zu bezahlen”. Protestbündnis gegen die Kürzungen wächst: Landesweiter Aktionstag am 11. November weiterlesen